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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Donnerstag, 19. Oktober 2017

KINOVORSCHAU HERBST 2017 (Teil 2)

Nach einem eher spärlich mit Highlights gesegneten Spätsommer/Frühherbst steht nun wieder einmal das höchst lukrative Vorweihnachtsgeschäft an. Es gibt also etliche Mega-Blockbuster (darunter "Star Wars") und viel Familienfreundliches, dazu auch bereits einige aussichtsreiche OSCAR-Kandidaten. Entsprechend umfangreich ist die Auswahl jener Filme, die ich für meine große Kinovorschau getroffen habe, die komplette deutsche Startliste für die kommenden Jahre gibt es wie immer bei InsideKino.

31. Oktober/2. November:
"Thor 3: Tag der Entscheidung" (3D):
Dramatisch dürfte es werden im vorletzten Solofilm des Marvel Cinematic Universe vor dem großen "Avengers: Infinity War"-Spektakel (der letzte wird das Solo-Debüt von "Black Panther" im Februar), in dem es mit vereinten Kräften schlußendlich dem Oberbösewicht Thanos an den Kragen gehen soll – und die heroischen Abgänge von ein paar Superhelden der ersten Stunde zu erwarten/befürchten stehen. Ein echter Solofilm ist der dritte "Thor"-Teil – der erste ohne Natalie Portman als Jane Foster – allerdings auch nicht, denn Thor trifft überraschend auf den seit "Avengers 2" untergetauchten Hulk, Doctor Strange wird einen Gastauftritt absolvieren. Und worum geht's überhaupt? Nunja, Thor bekommt es diesmal mit nicht weniger als der Göttin des Todes zu tun (verkörpert von Cate Blanchett), welche die Götterdämmerung – auch bekannt als Ragnarök – einleiten will! Da ist es nicht ganz so günstig, daß Thor ohne seinen Hammer am anderen Ende des Universums gefangengehalten und zu der Teilnahme an Gladiatorenkämpfen gezwungen wird … Neuer Regisseur ist übrigens der Neuseeländer Taika Waititi, der sich einen Namen mit schräg-humorvollen Indie-Filmen wie "5 Zimmer, Küche, Sarg" und "Wo die wilden Menschen jagen" sowie der TV-Serie "Flight of the Conchords" machte – es wird interessant zu sehen sein, inwiefern er mit seinem Stil auch seinen ersten Big Budget-Film prägen kann. Laut den ersten US-Kritiken offenbar stark, denn die sind sehr positiv ausgefallen und sprechen vom (neben den "Guardians of the Galaxy") lustigsten MCU-Film bisher.

"Professor Marston & The Wonder Women":
Wenige Monate, nachdem Patty Jenkins' "Wonder Woman" dem DC Extended Universe neues Leben eingehaucht hat, kommt ein Film in die Kinos, der sich dem Schöpfer der Comicvorlage widmet: Professor Dr. William Moulton Marston (Luke Evans, "Dracula Untold"), Psychologe und Erfinder des Lügendetektors! Ja, der Mann war ganz offensichtlich sehr vielseitig, weshalb Regisseurin Angela Robinson (TV-Serie "The L Word") ihm und seiner in den 1940er Jahren entstandenen bekanntesten Schöpfung ein Biopic widmet, das sich auch auf seine zwei für die Zeit ungewohnt selbstbestimmten Musen konzentriert, die Pate für Wonder Woman standen: seine Gattin (Rebecca Hall, "Vicky Cristina Barcelona") und seine Geliebte (Bella Heathcote, "The Neon Demon"). Mit ihnen führte er eine offene Dreierbeziehung, die aber zu der damaligen Zeit natürlich ihrer aller Leben hätte zerstören können, wenn sie an die Öffentlichkeit gelangt wäre. Wie gesagt: Der Mann bot viel Stoff für einen Film, weshalb die guten US-Kritiken auch nicht wirklich verwundern können wenngleich Robinsons Inszenierung manchen Rezensenten doch etwas zu konventionell geraten ist.

"The Secret Man":
Liam Neeson ("The Grey") hat zur Abwechslung mal keinen Actionthriller gedreht, sondern ein politisches Biopic von Peter Landesman ("Kill the Messenger") über Mark Felt, jenen früheren FBI-Vizechef, der sich vor wenigen Jahren als "Deep Throat" outete – die Insiderquelle, die im Jahr 1972 den "Washington Post"-Journalisten Woodward und Bernstein die entscheidenden Informationen zur Aufdeckung des Watergate-Skandals lieferte, der US-Präsident Nixon zu Fall brachte (exzellent verfilmt in "Die Unbestechlichen"). Leider scheint es so, als ob diese neue Perspektive auf eine altbekannte, wenngleich in ihrer Relevanz unverändert wichtige Geschichte nicht wirklich viel Neues zu Tage bringt, jedenfalls sind die US-Kritiken trotz Lob für Neeson und Hauptdarstellerin Diane Lane nur mittelmäßig ausgefallen.

"Die Reise der Pinguine 2":
Im Jahr 2005 brachte der französische Tierfilmer Luc Jacquet mit dem OSCAR-prämierten "Die Reise der Pinguine" einen der erfolgreichsten Dokumentarfilme aller Zeiten in die Kinos – allein in Deutschland gab es fast eineinhalb Millionen Zuschauer, weltweit spielte der Film sagenhafte $127,4 Mio. ein, was im Genre einzig von Michael Moores "Fahrenheit 9/11" mit $222,4 Mio. übertroffen wird. 12 Jahre später folgt die Fortsetzung, die einem jungen Kaiserpinguin von der Geburt an auf seiner beschwerlichen Reise durch die Antarktis folgt.

Dienstag, 17. Oktober 2017

THIS IS YOUR DEATH (2017)

Alternativtitel: The Show
Regie: Giancarlo Esposito, Drehbuch: Kenny Yakkel und Noah Pink, Musik: Rich Walters
Darsteller: Josh Duhamel, Giancarlo Esposito, Sarah Wayne Callies, Caitlin FitzGerald, Famke Janssen, Lucia Walters, Chris Ellis, Johannah Newmarch, Mark Brandon, Cory Gruter-Andrew, Chelah Horsdal, James Franco
 This Is Your Death
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 0% (5,0); FSK: nicht geprüft, Dauer: 104 Minuten.

Als das Finale der von Starmoderator Adam Rogers (Josh Duhamel, "Transformers") geleiteten Kuppelshow eine sehr unerwartete und sehr blutige Wendung nimmt, will dieser nicht einfach so weitermachen. Nach einem aufsehenerregenden Interview im Frühstücksfernsehen seines Senders, in dem er die eigene Verantwortung und die seines Senders wie auch der gesamten Branche an den tragischen Ereignissen betont, rechnet er fest damit, gefeuert zu werden; doch seine Vorgesetzte Ilana Katz (Famke Janssen, "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit") wittert die Chance, aus Adams emotionalem Ausbruch eine neue, bahnbrechende Show zu entwickeln. Eine Show, in der sich Menschen vor laufender Kamera das eigene Leben nehmen, damit ihre Angehörigen durch Spenden finanziell versorgt sind! Adam ist von der Idee zunächst angeekelt, ebenso die bislang mit TV-Musicals erfolgreiche Producerin Sylvia (Caitlin FitzGerald, TV-Serie "Masters of Sex"), die die Show realisieren soll. Doch Ilana gelingt es, das Showkonzept so zu formulieren, daß Adam darin tatsächlich eine Chance erkennt, durch Selbstmord vor Millionen Zuschauern die Bedeutung des Lebens zu feiern – Sylvia hat aufgrund eines Knebelvertrages sowieso keine Wahl. Als die erste Sendung über die Bühne geht, ist Amerika schockiert – und fasziniert. Während seine als Krankenschwester arbeitende kleine Schwester Karina (Sarah Wayne Callies, TV-Serien "Prison Break", "The Walking Dead") entsetzt ist über die Rolle ihres Bruders, kommt Adam sehr schnell auf den Geschmack und will mehr …

Montag, 16. Oktober 2017

TV-Tips für die Woche 42/2017

Montag, 16. Oktober:
Arte, 20.15 Uhr: "Irrtum im Jenseits" (1946)
Ein nahezu perfektes Märchen für Erwachsene und einer meiner absoluten Lieblingsfilme: David Niven ("Der rosarote Panther") spielt in diesem britischen Filmklassiker von Michael Powell und Emeric Pressburger den Kampfpiloten Peter Carter, dessen Bomber kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt wird. Peter schafft es zurück über das britische Festland, wo sich die Besatzung mittels Fallschirmen retten kann; nur für Peter kommt jede Hilfe zu spät, er stürzt ab - und überlebt wie durch ein Wunder, obwohl er ganz bestimmt tot sein müßte! Wie sich herausstellt, hat der Engel, der Peter hätte "abholen" sollen, einen klitzekleinen Fehler gemacht, den die Verantwortlichen im Himmel korrigieren wollen; doch Peter, der sich derweil verliebt hat, weigert sich und erhält tatsächlich die Chance, seinen Fall den Verantwortlichen im Himmel vorzutragen. Oder bildet er sich alles nur ein und ist in Wirklichkeit verrückt geworden? Laut British Film Institute liegt "Irrtum im Jenseits" übrigens auf Platz 20 der besten britischen Filme des 20. Jahrhunderts.

Arte, 21.55 Uhr: "1984" (1984)
Michael Radfords Adaption von George Orwells großem Paranoia-Klassiker ist zwar nicht ganz frei von Schwächen, punktet dafür aber mit großer Werktreue. Der dieses Jahr verstorbene John Hurt spielt die Hauptrolle des einfachen Beamten Winston Smith, der in einem dystopischen, totalitär regierten Großbritannien (das inzwischen Teil von Ozeanien ist) lebt, irgendwann aber verbotenerweise am System zu zweifeln beginnt. Hollywood-Legende Richard Burton war in "1984" in seiner letzten Rolle zu sehen (als Parteifunktionär O'Brien).

MDR, 23.05 Uhr: "Das Narrenschiff" (1965)
Zwei OSCARs bei acht Nominierungen gab es für Stanley Kramers ("Das Urteil von Nürnberg") Adaption eines autobiographisch geprägten Romans von Katherine Anne Porter über die Reise eines Passagierschiffs von Mexiko nach Deutschland im Jahr 1933. Die Passagiere, deren Geschichten in diesem gut zweistündigen Werk erzählt werden, werden von internationalen Stars wie Vivien Leigh ("Vom Winde verweht"), Lee Marvin ("Das dreckige Dutzend"), Simone Signoret ("Die Teuflischen"), Oskar Werner ("Jules und Jim"), José Ferrer ("Moulin Rouge" von 1952) und Heinz Rühmann gespielt.

Samstag, 14. Oktober 2017

Samstags-Update (41/2017)

Erneut keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober (ich hoffe, daß ich Teil 2 meiner Herbstvorschau nächste Woche fertig bekomme):


Box Office-News:
Passend zum gestrigen Freitag, den 13. hält sich die Stephen King-Adaption "Es" weiterhin gut und bleibt mit einem Rückgang um knapp die Hälfte auf etwa 300.000 Zuschauer auch in der dritten Woche an der Spitze der Charts. Nach dem leicht enttäuschenden Auftakt zeigt sich auch "Blade Runner 2049" mit gut 150.000 Besuchern in der zweiten Woche erfreulich stabil, da wirkt sich die positive Mundpropaganda offenbar schon aus. Das sind dann allerdings sehr wahrscheinlich schon die einzigen beiden Filme mit sechsstelligen Zuschauerzahlen, für Platz 3 dürften 75.000 bis 85.000 Kinogänger reichen, worauf sowohl "Kingsman 2" als auch der beste Neustart "American Assassin", ein Actionthriller mit Dylan O'Brien und Michael Keaton, abzielen. Die übrigen Neustarts enttäuschen und bleiben voraussichtlich allesamt unter 50.000 Zuschauern, darunter auch der in Frankreich sehr erfolgreiche, aber hier nur auf Rang 6 oder 7 einkommende dystopische Thriller "What Happened to Monday?" mit Noomi Rapace (in gleich sieben Rollen) und der Animationsfilm "Captain Underpants", der die Top 10 gar knapp verfehlen könnte.
In den USA ziehen im Halloween-Monat Oktober Horror- und Gruselfilme immer besonders gut - und wenn es dann auch noch einen Freitag, den 13. gibt, wirkt sich das besonders positiv auf die entsprechenden Genrevertreter aus. Das nutzt in diesem Jahr die recht positiv besprochene "Und täglich grüßt das Murmeltier"-Variation "Happy Deathday" aus, in der eine Teenagerin an ihrem Geburtstag ermordet wird - und diesen Tag wieder und wieder durchleben muß. Diese Prämisse kommt beim US-Publikum an und sorgt für einen guten Start der Horrorkomödie auf der Spitzenposition, wobei sich das Resultat aufgrund der Besonderheit des Starttages (der in ähnlichen Situationen gerne für die Hälfte des Wochenendergebnisses verantwortlich zeichnet) schwer prognostizieren läßt. Mehr als die von Branchenexperten erwarteten $20 Mio. sollten es aber auf jeden Fall werden, vielleicht reicht es sogar für $25 Mio. bis Sonntag. Platz 2 geht vermutlich an "Blade Runner 2049", der sich aber deutlich schlechter hält als in Deutschland und unter die $15 Mio.-Marke rutschen wird. Knapp dahinter sollte sich auf Platz 3 der mit mittelmäßigen Kritiken ausgestattete Actionthriller "The Foreigner" mit Jackie Chan (in einer ungewohnt ernsten Rolle) und Pierce Brosnan einfinden, inszeniert von dem "Goldeneye"- und "Casino Royale"-Regisseur Martin Campbell. In Deutschland kommt "Happy Deathday" am 16. November in die Kinos, "The Foreigner" hat noch keinen Startplatz gefunden.

Quellen:

Donnerstag, 12. Oktober 2017

BLADE RUNNER 2049 (3D, 2017)

Regie: Denis Villeneuve, Drehbuch: Hampton Fancher und Michael Green, Musik: Benjamin Wallfisch und Hans Zimmer
Darsteller: Ryan Gosling, Harrison Ford, Ana de Armas, Robin Wright, Sylvia Hoeks, Jared Leto, Carla Juri, Dave Bautista, David Dastmalchian, Wood Harris, Lennie James, Barkhad Abdi, Mackenzie Davis, Hiam Abbass, Tómas Lemarquis, Edward James Olmos, Sean Young
 Blade Runner 2049
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 88% (8,2); weltweites Einspielergebnis nach einer Woche: $90,0 Mio.
FSK: 12, Dauer: 164 Minuten.
Nach dem Tod des Firmengründers und Replikantenschöpfers Tyrell und einem von Replikanten verursachten weltweiten Blackout war die Tyrell Corporation dem Untergang geweiht, die Reste wurden aufgekauft von dem Visionär Niander Wallace (Jared Leto, "Dallas Buyers Club"). Der schuf eine neue, im Gegensatz zu den alten Tyrell-Replikanten angeblich völlig ungefährliche Generation der künstlichen Menschen, die im Jahr 2049 weit verbreitet ist und sogar bei der Polizei ihrer Arbeit nachgeht – wenn sich auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Tyrells Replikanten in Grenzen hält. Einer der neuen Replikanten ist K (Ryan Gosling, "La La Land"), der als Blade Runner bei der Polizei von Los Angeles tätig ist und die letzten verbliebenen Nexus 8-Replikanten (ohne Lebensbegrenzung) aufspüren soll. Als ihm dies bei dem inzwischen als Farmer tätigen Sapper Morton (Dave Bautista, "Guardians of the Galaxy") gelingt, macht K eine überraschende Entdeckung: In der Nähe des Hauses wurde vor Jahrzehnten eine Frau begraben, die sich bei der Untersuchung ihrer Überreste als eine Replikantin herausstellt – und sie starb bei der Geburt ihres Kindes! Da die Fähigkeit zur Fortpflanzung eine ganz neue Perspektive auf die nicht wirklich als Menschen betrachteten und weitgehend rechtlosen Replikanten eröffnet, soll das unbedingt geheim bleiben. Deshalb erhält K von seiner Vorgesetzten Lieutenant Joshi (Robin Wright, "Wonder Woman") den Auftrag, das Kind der Unbekannten zu finden und zu beseitigen. Auch Wallace will das Kind unbedingt, weil er herausfinden will, wie Tyrell seine Replikanten fortpflanzungsfähig machen konnte, weshalb sich seine Assistentin Luv (Sylvia Hoeks, "Das Mädchen und der Tod") an Ks Fersen heftet…

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Klassiker-Rezension: BLADE RUNNER (1982)

Regie: Ridley Scott, Drehbuch: Hampton Fancher und David Webb Peoples, Musik: Vangelis
Darsteller: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Darryl Hannah, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Brion James, William Sanderson, Joe Turkel, James Hong, Joanna Cassidy
 Der Blade Runner
(1982) on IMDb Rotten Tomatoes: 90% (8,5); US-Einspielergebnis: $32,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 113 Minuten.

Los Angeles im Jahre 2019: Der ehemalige Polizist Rick Deckard (Harrison Ford, "Star Wars Episode VII") wird von seinem früheren Vorgesetzten Bryant (M. Emmet Walsh, "Am Sonntag bist du tot") "überredet", einen neuen Auftrag anzunehmen. Vier Replikanten – als Arbeitskräfte in den Weltall-Kolonien eingesetzte künstliche Menschen, die sich nach einigen Problemen und Aufständen aber nicht mehr auf der überbevölkerten Erde aufhalten dürfen – sind mit einem blutig gekaperten Raumschiff zur Erde geflogen, wo sie nun untergetaucht sind. Da Deckard als "Blade Runner" darauf spezialisiert war, Replikanten "in den Ruhestand zu schicken", soll er das Quartett finden und ausschalten. Widerwillig macht sich Deckard an die Arbeit, doch seine Perspektive ändert sich, als er die schöne, für den Replikantenschöpfer Dr. Eldon Tyrell (Joe Turkel, "Wege zum Ruhm") angestellte Rachael (Sean Young, "Dune Der Wüstenplanet") kennenlernt, die sich selbst fälschlicherweise für einen Menschen hält. Es stellt sich heraus, daß die untergetauchten Replikanten um ihren charismatischen Anführer Roy Batty (Rutger Hauer, "Sin City") ein durchaus nachvollziehbares Ziel verfolgen: Sie wollen erreichen, daß eine Sicherheitsmaßnahme deaktiviert wird, die dafür sorgt, daß sie nach vier Jahren sterben …

Dienstag, 10. Oktober 2017

Nachruf: Jean Rochefort (1930-2017)

Er war jahrzehntelang einer der beliebtesten Schauspieler und Komödianten in Frankreich - und das lag garantiert nicht nur (aber vermutlich auch ein kleines bißchen) an seinem markanten Schnurrbart, der ihn über weite Strecken seiner Karriere hinweg begleitete. Heute starb Jean Rochefort im Alter von 87 Jahren in Paris.

Seine größten Erfolge feierte Rochefort nach einem obligatorischen Karrierebeginn im Theater in den 1960er und 1970er Jahren, als der Mime mit den scharfgeschnittenen Gesichtszügen als charmanter, gutaussehender, stets eleganter Hauptdarsteller in Kostümfilmen und Komödien reüssierte, aber auch in anspruchsvollen Dramen zu beeindrucken wußte. Nach einem ersten Erfolg in einer großen Nebenrolle (noch ohne Schnurrbart) als Bandit La Taupe in der "Robin Hood"-Variation "Cartouche, der Bandit" (1962) mit Jean-Paul Belmondo und Claudia Cardinale machte ihn seine Darstellung des Polizisten und ehemaligen Anwalts Desgrez in den zwischen 1964 und 1966 jährlich veröffentlichten ersten drei Teilen der extrem erfolgreichen "Angélique"-Reihe nach den Romanen von Anne Golon zum Star. In den 1970er Jahren machte er vor allem als Komödiant auf sich aufmerksam und agierte mit großem Können an der Seite von Pierre Richard als Geheimdienstchef in der Spionageparodie "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (1972) samt Fortsetzung, in dem Erfolgsfilm "Ein Elefant irrt sich gewaltig" (1976, acht Jahre später in Hollywood als "Die Frau in Rot" mit Gene Wilder neu verfilmt) hatte er gar die alleinige Hauptrolle inne. Noch mehr hat mir persönlich aber "Das Gespenst der Freiheit" (1974) imponiert, ein aberwitziger und absurd-surrealer Episodenfilm von Luis Buñuel, der jeden Monty Python-Fan begeistern sollte und in dem Rochefort den Mr. Legendre spielt, dessen Tochter von ihren Schullehrern als vermißt gemeldet wird - obwohl sie direkt vor ihnen steht und sogar mit ihnen spricht!

Ebenfalls in den 1970er Jahren etablierte sich Jean Rochefort als Charaktermime. Den Anstoß dafür gab das Familiendrama "Kerzenlicht" (1972) mit Annie Girdardot, anschließend agierte er als Polizeiinspektor in Bertrand Taverniers Kriminaldrama "Der Uhrmacher von St. Paul" neben Philippe Noiret, glänzte als ambitionierter Geistlicher in Taverniers Historiendrama "Wenn das Fest beginnt ..." (1975; dafür gewann er seinen ersten von drei Césars, den zweiten gab es 1978 für den Abenteuerfilm "Der Haudegen" und den dritten 1999 für sein Lebenswerk) und überzeugte als Gatte der wunderbaren Marlène Jobert in dem (allerdings gefloppten) deutschen historischen Liebesdrama "Grandison" (1979) von Achim Kurz. Nach einer Durststrecke in den 1980er Jahren, aus der kaum ein Film erinnerungswürdig ist, wurde er in fortgeschrittenem Alter zu einem beliebten Nebendarsteller. Robert Altman besetzte ihn als Polizist in der Modesatire "Prêt-á-porter" (1994), in Patrice Lecontes satirischem Historienfilm "Ridicule" (1996) spielte er den aristokratischen Arzt Marquis de Bellegarde (und erhielt eine César-Nominierung als bester Nebendarsteller) und in dem opulenten TV-Mehrteiler "Der Graf von Monte Christo" (1998) mit Gérard Depardieu war er als reicher Banker zu sehen. Anschließend gelang ihm theoretisch der wohl größte Coup seiner Karriere, als er die Titelrolle in Terry Gilliams ambitioniertem "The Man Who Killed Don Quixote" ergatterte, einer Kombination aus Cervantes "Don Quijote" und Mark Twains "Ein Yankee am Hofe des König Artus". Aus einer Traumrolle an der Seite von Johnny Depp wurde jedoch schnell ein Alptraum, als sich die Dreharbeiten aufgrund diverser Verzögerungen immer weiter hinzogen und schließlich Rochefort einen Bandscheibenvorfall erlitt, in dessen Folge er nicht mehr reiten konnte. Damit war der Film gestorben, die ganze Geschichte brachte immerhin noch den preisgekrönten Dokumentarfilm "Lost in La Mancha" (2002) hervor (übrigens: inzwischen hat Gilliam den Film nach mehreren gescheiterten Anläufen in deutlich abgewandelter und finanziell abgespeckter Form doch noch gedreht - er soll 2018 in die Kinos kommen, dann mit Jonathan Pryce als Don Quixote).

Dafür konnte sich Jean Rochefort mit einigen weiteren schönen Rollen trösten, etwa in Francis Vebers ebenso witziger wie erfolgreicher Komödie "Ein Mann sieht rosa" (2001) mit Daniel Auteuil und Gérard Depardieu, als pensionierter Lehrer in Patrice Lecontes philosophischem Krimidrama "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier" (2002; Publikumspreis beim Festival von Venedig und zwei Nominierungen beim Europäischen Filmpreis), als Millionär in Guillaume Canets Thriller "Kein Sterbenswort" (2006), als Oberkellner in "Mr. Bean macht Ferien" (2006), als Bildhauer in "Das Mädchen und der Künstler" (2012) und in "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" (2012). Sein letzter Film war die Tragikomödie "Floride" aus dem Jahr 2015, in der er die Hauptrolle des energischen 80 Jahre alten Claude Lherminier spielt, der zunehmend vergeßlich wird, sich aber nicht eingestehen will, daß das ein echtes Problem ist.

Jean Rochefort starb in der Nacht zum 9. Oktober 2017 mit 87 Jahren in einem Krankenhaus in Paris. R.I.P.

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Montag, 9. Oktober 2017

TV-Tips für die Woche 41/2017

Diesmal nur bis Freitag, da meine TV-Zeitschrift (noch) nicht geliefert wurde:

Montag, 9. Oktober:
Arte, 22.15 Uhr: "Mata Hari - Agent H. 21" (1964)
Jean-Louis Richard (Drehbuch-Autor von "Fahrenheit 451", agierte später als Schauspieler in "Der Profi" und "Die letzte Metro") schuf eine ziemlich freie Version der berühmten, tragischen Geschichte der holländischen erotischen Tänzerin Mata Hari (Jeanne Moreau), die während des Ersten Weltkrieges zur Spionin wurde. Jean-Louis Trintignant ("Leichen pflastern seinen Weg", "Liebe") spielt die männliche Hauptrolle eines französischen Offiziers, der von Mata Hari verführt wird.

ZDF, 22.30 Uhr: "Erbarmen" (2013)
In der ersten von bislang drei recht erfolgreichen Verfilmungen der düsteren Thriller-Bestseller von Jussi Adler-Olsen soll Inspektor Carl Mørck (Nicolaj Lie Kaas) nach einer längeren Pause im neuen Dezernat Q ermitteln, das sich "kalten" (länger zurückliegenden, noch ungelösten) Fällen widmet. Sein neuer Kollege ist der syrischstämmige Assad (Fares Fares, aktuell mit "Die Nile Hilton Affäre" in den deutschen Kinos), ihr erster Fall ist der vermeintliche Selbstmord einer bekannten dänischen Politikerin.

Dienstag, 10. Oktober:
ZDF, 0.20 Uhr: "Plötzlich Gigolo" (2013)
Regielegende Woody Allen ("Midnight in Paris") gibt in Interviews oft zu Protokoll, daß er gerne viel öfter als Schauspieler auftreten würde – wenn man ihn nur fragen würde! John Turturro, selbst ein renommierter Darsteller ("Miller's Crossing", "The Big Lebowski"), der gelegentlich auch Regie führt ("Romance & Cigarettes"), hat offenbar eines dieser Interviews gelesen und Allen prompt die zweite Hauptrolle in seiner Tragikomödie "Plötzlich Gigolo" gegeben (die erste spielt er selbst). Es geht um zwei verarmte Buchladen-Besitzer, die auf die glorreiche Idee kommen, in die Welt der Prostitution abzutauchen, um ihr Geschäft vor dem Ruin zu retten – wobei Turturro den titelgebenden Gigolo gibt, während Allen als sein Zuhälter fungiert! Zu den weiblichen Kunden zählen Sharon Stone ("Basic Instinct"), Sofia Vergara ("Machete Kills") und Vanessa Paradis ("Der Auftragslover"). Free-TV-Premiere.

Außerdem:
Cockneys vs. Zombies (recht amüsante britische Low Budget-Horrorkomödie mit "Shaun of the Dead"-Anleihen; 0.25 Uhr bei Tele 5)

Mittwoch, 11. Oktober:
RTL Nitro, 20.15 Uhr: "Der rosarote Panther kehrt zurück" (1975)
Während die übrigen Filme von Blake Edwards' legendärer "Der rosarote Panther"-Reihe mit Comedy-Legende Peter Sellers als schusseliger Pariser Polizei-Inspektor Clouseau häufig im deutschen Free-TV zu sehen sind, lief dieser gelungene dritte Teil seit Jahrzehnten nicht mehr - vermutlich schlicht deshalb, weil er von einem anderen Studio produziert wurde und deshalb nicht im gleichen Rechtepaket wie die übrige Reihe enthalten ist (was sich übrigens auch auf die Heimkino-Veröffentlichung auswirkte). Schön, daß RTL Nitro diese Lücke nun füllt. Direkt im Anschluß um 22.25 Uhr läuft übrigens der ebenfalls selten gezeigte "Inspektor Clouseau" von 1968, der offiziell der dritte Teil der Reihe ist, allerdings nicht von Edwards inszeniert wurde, Alan Arkin statt Sellers in der Hauptrolle aufbietet und vor allem ziemlich schlecht sein soll.

Arte, 22.55 Uhr: "Geschlossene Gesellschaft" (1954)
Sehr späte Free-TV-Premiere des französischen Kammerspiels nach einem existentialistischen Bühnenstück von Jean-Paul Sartre, in dem eine Dame der gehobenen Gesellschaft, eine Lesbe (gespielt von "Kinder des Olymp"-Star Arletty) und ein Deserteur in der Hölle landen - die sich interessanterweise als Hotelzimmer erweist, in das sie zusammen gesteckt werden ...

Außerdem:
True Grit (ein zehnfach OSCAR-nominierter Oldschool-Western von den Coen-Brüdern, mit Jeff Bridges, Matt Damon und Hailee Steinfeld in den Hauptrolle; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
No Country for Old Men (die grimmige Cormac McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder gewann vier OSCARs; 22.25 Uhr bei Kabel Eins)
OSS 117 - Der Spion, der sich liebte (hemmungslos alberne französische Spionage-Comedy vom "The Artist"-Team; 1.55 Uhr in der ARD)

Donnerstag, 12. Oktober:
3sat, 23.55 Uhr: "Gods and Monsters" (1998)
Ein vor allem für Kenner des frühen Hollywood-Kinos ausgesprochen reizvolles, aber generell sehenswertes Biopic über die späten Jahre des homosexuellen "Frankenstein"-Regisseurs James Whale (OSCAR-Nominierung für Ian McKellen). Regisseur Bill Condon erhielt für sein Drehbuch den Academy Award - und darf als eine Art später Belohnung für 2019 einen "echten" Frankenstein-Film drehen, nämlich eine Neuinterpretation von Whales "Frankensteins Braut" (1935) im Rahmen des von Universal dieses Jahr mit "Die Mumie" begonnenen "Dark Universe"!

Außerdem:
The Expendables 3 (der mittelmäßige, zum Ärger der Fans auf eine niedrigere Altersfreigabe runtergeschnittene dritte Teil der Action-Altstar-Reihe mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Arnold Schwarzenegger; um 20.15 Uhr bei VOX um mehr als fünf Minuten geschnitten, ungekürzte Nachtwiederholung um 0.55 Uhr)
A Single Man (ein von Modedesigner Tom Ford in seinem Regiedebüt in betont stilisierter Künstlichkeit geradezu zelebriertes Arthouse-Melodram nach einem Roman von Christopher Isherwood über einen von Colin Firth brillant und OSCAR-nominiert verkörperten trauernden, homosexuellen Literatur-Professor; 22.25 Uhr bei 3sat)

Freitag, 13. Oktober:
Kabel1Doku, 20.15 Uhr: "Appaloosa" (2008)
Ed Harris ("mother!") hat sich in seiner zweiten Regiearbeit, einem Oldschool-Western, selbst in der Hauptrolle eines Marshals besetzt, der mit seinem Deputy (Viggo Mortensen) von den Bewohnern einer Kleinstadt angeheuert wird, um sie vor einem skrupellosen Rancher (Jeremy Irons) und seinen Leuten zu beschützen. Eine attraktive verwitwete Pianistin (Renée Zellweger) sorgt für zusätzlichen Zündstoff ...

Außerdem:
The Dark Knight (Christopher Nolans zweiter Batman-Film, in dem neben Christian Bale v.a. Aaron Eckhart als Harvey Dent und der posthum OSCAR-prämierte Heath Ledger als Joker glänzen, ist für mich der beste Superhelden-Film aller Zeiten; um 20.15 Uhr um dreieinhalb Minuten gekürzt bei Pro 7, ungeschnittene Wiederholung am Samstag um 22.55 Uhr)

Samstag, 7. Oktober 2017

Samstags-Update (40/2017)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober:


Box Office-News:
Andrés Muschiettis rekordbrechende Stephen King-Adaption "Es" (deren Fortsetzung übrigens bereits kurz nach dem US-Kinostart offiziell bestätigt wurde) zeigt sich nach dem Monsterstart mit über einer Million Zuschauern recht stabil und wird am zweiten Wochenende deutlich über der 500.000 Besucher-Marke landen, angesichts der letztwöchigen Sonntagsstärke würden mich auch 600.000 Kinogänger nicht wundern - damit werden sich bis Sonntag bereits mehr als zwei Millionen Menschen gegruselt haben. Gegen diese Zahlen kann selbst das mit Spannung erwartete und von ebenso grandiosen Kritiken begleitete Klassiker-Sequel "Blade Runner 2049" mit Harrison Ford und Ryan Gosling nicht bestehen, das mit über 200.000 Zuschauern zum Auftakt etwas unter den Erwartungen eröffnet. Platz 3 geht wohl an "Cars 3", falls sich nicht noch "Kingsman 2" knapp davorschiebt - beide zielen auf bis zu 150.000 Besucher ab. Der Kinder-Animationsfilm "My Little Pony - Der Film" holt sich mit knapp sechsstelligen Zahlen Platz 5, für die deutsche Komödie "Unter deutschen Betten" mit Veronica Ferres und Heiner Lauterbach reicht es mit ungefähr 50.000 Zuschauern nur für einen Platz in der unteren Hälfte der Top 10.
Auch in den USA kommt "Blade Runner 2049" schlechter aus dem Startblock als allgemein erwartet, wenngleich es mit $35-40 Mio. immerhin klar für die Spitzenposition reicht - gerechnet hatte man aber eher mit $10 Mio. mehr. Nach den ersten statistischen Daten liegt das Problem wohl darin, daß der Film das besonders zahlungskräftige junge Publikum nicht erreicht - also vermutlich vor allem solche jungen Männer (weibliche Zuschauer sind im SF-Genre sowieso klar in der Minderheit), die das Original nie gesehen haben und deshalb auch an der späten Fortsetzung wenig Interesse haben. Bleibt zu hoffen, daß die starken Kritiken und die bislang ebenfalls gute Mundpropaganda wenigstens zu einer längeren Laufzeit führen, auch wenn das bei einer Genre-Fortsetzung sehr ungewöhnlich wäre - und bis die Awards Season startet, wo "Blade Runner 2049" durchaus eine gute Rolle spielen kann und damit zusätzliche PR erhalten würde, dauert es noch zu lang. Da die ersten europäischen Ergebnisse auch nicht besser aussehen, müssen die Produzenten wieder einmal auf Asien hoffen. Und falls es auch da nicht klappt, können sie sich wenigstens mit dem Gedanken trösten, daß auch Ridley Scotts "Blade Runner" im Kino gefloppt ist und sich erst mit der Zeit zu dem Kultfilm entwickelt hat, als der er heute angesehen wird. Die weiteren Plätze auf dem Treppchen gehen wahrscheinlich ebenfalls an Neustarts, die aber auch nur bedingt überzeugen können: Rang 2 holt sich "My Little Pony" mit etwas mehr als $10 Mio., mit etwas weniger landet die Survival-Romanze "Zwischen zwei Leben" mit Kate Winslet und Idris Elba auf der 3. Dicht dahinter lauert allerdings bereits "Es". In Deutschland kommt "Zwischen zwei Leben" am 7. Dezember in die Lichtspielhäuser.

Quellen:

Donnerstag, 5. Oktober 2017

KINGSMAN: THE GOLDEN CIRCLE (2017)

Regie: Matthew Vaughn, Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn, Musik: Henry Jackman und Matthew Margeson
Darsteller: Taron Egerton, Mark Strong, Julianne Moore, Colin Firth, Edward Holcroft, Hanna Alström, Jeff Bridges, Pedro Pascal, Halle Berry, Channing Tatum, Colin Firth, Emily Watson, Bruce Greenwood, Sophie Cookson, Keith Allen, Tom Benedict Knight, Tobi Bakare, Thomas Turgoose, Calvin Demba, Poppy Delevingne, Björn Granath, Lena Endre, Samantha Womack, Mark Arnold, Sir Elton John
 Kingsman: The Golden Circle
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 50% (5,3); weltweites Einspielergebnis: $196,0 Mio.
FSK: 16, Dauer: 141 Minuten.

Ein Jahr nach dem blutigen Ende des größenwahnsinnigen Richmond Valentine durch die als "Kingsmen" bekannten britischen Geheimagenten hat sich alles wieder beruhigt. Eggsy Unwin (Taron Egerton, "Eddie the Eagle") ist unter dem Decknamen Galahad inzwischen selbst ein etablierter Kingsman, der dem neuen Geheimdienstchef Arthur (Sir Michael Gambon, "Open Range") untersteht und eine sehr glückliche Beziehung mit der schwedischen Prinzessin Tilde (Hanna Alström, TV-Serie "Real Humans") führt. Doch eines Abends steht unerwartet jemand Totgeglaubtes vor ihm: Der ehemalige Kingsman-Rekrut Charlie Hesketh (Edward Holcroft, TV-Serie "Wölfe") will seinen alten Konkurrenten Eggsy mit der Hilfe etlicher Schergen entführen! Der entkommt, doch andere Kingsmen haben weniger Glück. Daher machen sich Eggsy und Merlin (Mark Strong, "The Imitation Game") auf den Weg in die USA, wo sie Hilfe von ihren amerikanischen Pendants erhalten, den von Champagne (Jeff Bridges, "True Grit") angeführten Statesmen. Es stellt sich heraus, daß der Anschlag auf die Kingsmen von der Dragonbaronin Poppy (Julianne Moore, "A Single Man") angeordnet wurde, die mit ihrer Organisation namens "The Golden Circle" einen perfiden Plan verfolgt, der die Welt für immer verändern soll …