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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 22. Juli 2017

Samstags-Update (29/2017)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende August:


Box Office-News:
Die relativ mittelmäßigen Kritiken scheinen "Ich - Einfach unverbesserlich 3" in Deutschland überhaupt nicht zu schaden, denn auch am dritten Wochenende bleibt er sehr stabil bei etwa einer halben Million Zuschauern und damit haushoch an der Spitze der Charts. Platz 2 könnte an Luc Bessons visuell überwältigendes SciFi-Spektakel "Valerian" gehen, das mit ungefähr 200.000 Besuchern im Rahmen der Erwartungen startet und sich damit knapp vor "Spider-Man: Homecoming" halten könnte. Im Vergleich zu Bessons letztem vergleichbaren Film "Das fünfte Element" vor 20 Jahren (der mit einer knappen Million eröffnete) ist das für "Valerian" natürlich eher enttäuschend, zumal der mit einem Budget von nahezu €200 Mio. mit Abstand teuerste europäische Film aller Zeiten jeden Cent an Einspielergebnis gut brauchen kann. Zwar besteht für Besson und sein Produktionsstudio kein allzu großes finanzielles Risiko, da er den Großteil der Kosten bereits durch die Auslandsverkäufe decken konnte - aber für eine Fortsetzung (die ich jedenfalls gerne sehen würde) müßte "Valerian" natürlich ein echter kommerzieller Erfolg werden ...
In den USA erobert Christopher Nolan mit dem exzellent rezensierten Kriegs-Thriller "Dunkirk" (bei dem er sich nach eigener Aussage von Alfred Hitchcock inspirieren ließ) mit etwa $50 Mio. die Führung. Für Nolans Verhältnisse ist das eigentlich ein mittelmäßiger Start, angesichts der fehlenden zugkräftigen Stars in der Besetzung und der sehr europäischen Thematik (der Film spielt vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg) ist er jedoch richtig gut und übertrifft auch die Erwartungen der Analysten. Platz 2 geht mit starken $30 Mio. an "Girls Trip", eine weitere eher derbe, weiblich dominierte Komödie, die sich von ihren gefloppten Vorgängern des Jahres "Girls' Night Out" und "Mädelstrip" vor allem in zweierlei Hinsicht unterscheidet: Sie hat tolle Kritiken bekommen und die zentrale Besetzung besteht aus Afroamerikanerinnen. Daher überrascht es natürlich nicht, daß "Girls Trip" zu Beginn primär bei den in den letzten Wochen doch arg vernachlässigten afroamerikanischen Zuschauern punktet, angesichts hervorragender Mundpropaganda sollte sich das Publikum aber in den kommenden Wochen klar verbreitern und der Film somit die $100 Mio.-Marke locker knacken können. Enttäuschend läuft es in den USA für "Valerian", der mit nur etwas mehr als $15 Mio. noch hinter "Planet der Affen 3" und "Spider-Man: Homecoming" auf Platz 5 landen dürfte. In Deutschland start "Dunkirk" bereits am kommenden Donnerstag, "Girls Trip" hat noch keinen Starttermin.

Quellen:

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